Der Weg in die Kanzlei beginnt meist mit der dreijährigen Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten — dual, mit Berufsschule und eigenem Aufgabenbereich schon im zweiten Lehrjahr. Wer beides will, wählt die kombinierte Ausbildung mit dem Notariat. Für Jurastudierende führt der Weg über die Anwaltsstation im Referendariat und über die Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin; beides ist der übliche Einstieg in eine spätere Anstellung. Ein Praktikum vorher gibt einen ehrlichen Eindruck vom Alltag zwischen Fristenkalender, Diktat und Mandantengespräch.
Die Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist die einzige Juristenausbildung Sachsen-Anhalts. Die Stadt gehört zum Bezirk des Oberlandesgerichts Naumburg. Zwischen Halle und Leipzig liegen keine vierzig Bahnminuten — praktisch ein gemeinsamer Arbeitsmarkt, mit den niedrigeren Lebenshaltungskosten auf der halleschen Seite.
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