Der Weg in die Kanzlei beginnt meist mit der dreijährigen Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten — dual, mit Berufsschule und eigenem Aufgabenbereich schon im zweiten Lehrjahr. Wer beides will, wählt die kombinierte Ausbildung mit dem Notariat. Für Jurastudierende führt der Weg über die Anwaltsstation im Referendariat und über die Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin; beides ist der übliche Einstieg in eine spätere Anstellung. Ein Praktikum vorher gibt einen ehrlichen Eindruck vom Alltag zwischen Fristenkalender, Diktat und Mandantengespräch.
Sitz der Rechtsanwaltskammer Sachsen (4.367 Mitglieder) und des Oberlandesgerichts Dresden, das für den ganzen Freistaat zuständig ist. Landeshauptstadt mit Ministerien, Verfassungsorganen und einem Mikroelektronik-Cluster, das eigene Rechtsfragen mitbringt. In Sachsen gilt das hauptberufliche Notariat — die Berufswege trennen sich hier früher als in den Anwaltsnotariatsländern.
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